Liebe Tischtennis-Freunde,

herzlich willkommen auf der neuen TeTaKo-Homepage und dem Trainer-Blog der Tischtennisschule. Normalerweise wird jetzt an dieser Stelle berichtet Was euch hier alles geboten wird und Wie euch dieser Blog dabei helfen wird euch als Trainer oder als Spieler weiterzuentwickeln. Im Prinzip soll die Beantwortung dieser Fragen euch überzeugen künftig weiter diesen Blog zu verfolgen und den Autor oder die Marke toll zu finden, die dahinter steht. Ihr sollt zu einer Handlung gebracht werden.

Auf den Trainingskontext übertragen hieße das als Trainer folgende Ansage zu machen:

„Heute steht die Verbesserung unserer Beinarbeit auf dem Plan (Was), deshalb spielt jetzt jeder 300 Durchgänge Falkenberg (Wie).“

Wenn man voraussetzt das das Ziel ist, mit dieser losgelösten Aussage, den Spieler zu überzeugen eine Handlung zu vollziehen (und eine schweißtreibende noch dazu), lässt einen das Gefühl nicht los, dass hier noch etwas fehlt. Wenn man sich in die Situation des Spielers begibt, wird sich einem unaufhaltsam eine Frage ins Bewusstsein schieben, die immer drängender wird je mehr man zum handeln aufgefordert wird:

Warum?

Die Frage warum und die damit verbundene Sinnsuche ist uns Menschen in die Wiege gelegt und macht uns letztlich zu dem was wir sind. Unsere Hirne sind als Hochleistungs-„Sinn-Suchmaschinen“ konzipiert und ein Dasein ohne Sinn ist dem Menschen auf philosophischer Ebene, aber auch in der erlebten Alltagswelt ein absoluter Graus. Dem erfahrenen Kindertrainer oder eben dem Elternteil wird diese Tatsache besonders intensiv von den jüngsten unter uns aufgezeigt. Kinder hinterfragen alles was nicht bei drei an der Platte steht und bringen mit ihrem unvoreingenommenen Blick und ihrer überwältigenden Neugier so manchen gestandenen Erwachsenen ins Schwitzen. Gerne wird dann der einfache Ausweg gewählt und die Sinnsuche mit der ganzen Wucht der eigenen (scheinbaren) Autorität beendet: Warum? Weil ich es sage!!!

Weshalb eine solche Floskel als „Totschlagargument“ bezeichnet wird wissen wir jetzt. Denn damit wird die ureigene Neugier des Fragenden erschlagen, da sugerriert wird, dass seine Sinnsuche hier unerwünscht ist. Wieso dieses Vorgehen hoch problematisch ist wenn man Menschen zum handeln bringen möchte, zeigt der Journalist, Unternehmensberater und Buchautor, mit dem wohlklingenden Namen, Simon Sinek.

Mit 3 Fragen zur Inspiration

Simon Sinek geht sogar noch einen Schritt weiter. Er möchte Menschen nicht bloß überzeugen etwas zu tun, sondern sie dazu inspirieren von sich aus tätig zu werden. In seinem Buch „Start with Why“ fragt sich Sinek warum bestimmte Unternehmen, Politiker und Führungskräfte so erfolgreich sind und findet einen Zusammenhang bei der Art der Kommunikation von John F. Kennedy, Martin Luther King und Apple. Alle drei schaffen es ihr „Publikum“ durch das „Gefühl der Sinnhaftigkeit und Zugehörigkeit“ zu inspirieren.

„Diejenigen, die inspirieren können, geben den Menschen ein Gefühl der Sinnhaftigkeit oder der Zugehörigkeit, das wenig mit äußeren Anreizen oder zu erwartenden Vorteilen zu tun hat. Wer wirklich führt, ist in der Lage eine Gefolgschaft aus Menschen zu bilden, die nicht handeln, weil sie überredet, sondern weil sie inspiriert wurden“ (Simon Sinek).

Wie sie das genau machen, erläutert er anhand seines Modells, welches die bereits aufgegriffenen Fragen Wie, Was und Warum aufgreift und die Frage Warum und die Klärung der Sinnhaftigkeit als zentrales Thema etabliert. Tauscht man die Worte „Unternehmen“ und „Führungskraft“ druch die Worte „Verein“ und „Trainer“ lässt sich der Goldene Kreis problemlos auf unseren Tischtennisalltag übertragen. Als Verein sollte man sich überlegen warum die Leute eben gerade bei uns Tischtennis spielen sollen. Bzw. aufgrund der rückläufigen Zahl aktiver Tischtennisspieler, sollten wir uns klar darüber sein warum die Leute überhaupt Tischtennis spielen sollten? Was ist bei uns besonders/besser/einzigartig? Warum machen wir das Ganze? Als Trainer wiederum sollten wir Prozesse anstoßen und ein Umfeld schaffen, welches es unseren Spielern ermöglicht eine Antwort auf die Frage nach dem Warum für sich zu finden. Denn in Zusammenarbeit mit hoch motivierten Sportlern muss keine Energie in äußere Anreize, Belohnung oder Bestrafung verschwendet werden. Der Fokus kann auf der erreichung gemeinsamer Ziele liegen.

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Warum Tischtennis? Warum TeTaKo? Warum dieser Blog?

Da nun klar ist das die Sinnhaftigkeit und die Frage nach dem Warum wichtig ist um Menschen zu Handlungen zu inspirieren, möchte ich hier also diesen Kern unserer Motivation darlegen. Wir als Trainer spüren einen inneren Antrieb Menschen dabei zu unterstützen ihre eigenen Fähigkeiten, Fertigkeiten und Grenzen kennenzulernen, anzunehmen, zu entwicklen und darüber hinaus zu wachsen. Sie ihre Potenziale ausschöpfen zu lassen und zu sehen wie sie Selbstvertrauen, Selbstwertgefühl und Selbstwirksamkeit entwickeln bereitet uns riesige Freude (Warum?).

Als Plattform auf der diese Erfahrungen und Entwicklungen gemacht werden können dient uns der großartige Sport Tischtennis, welcher aufgrund seiner Komplexität, Individualität und seiner generationen- und kulturübergreifenden Anziehungskraft Begeisterung bei uns auslöst. Die Menschen die diese Begeisterung mit uns teilen, wollen wir bestmöglich bei ihrem Entwicklungsprozess unterstützen und ihnen immer neuen Zündstoff für ihre brennende Neugier bieten. Um uns so viel wie möglich mit Tischtennis beschäftigen zu können und so immer besser auf die Bedürfnisse der Sportler eingehen zu können, haben wir uns zu einem Trainerteam und Unternehmen zusammengeschlossen, welches den begeisterten und wissbegierigen Sportlern den Zündstoff zugänglich macht (Wie?).

Am besten funktioniert das immernoch von Angesicht zu Angesicht in voller Action in der Halle. Daher bieten wir verschiedene Trainings, Weiterbildungen und Turniere an. Um aber auch diejenigen begeisterten Sportfreunde zu erreichen mit denen wir nicht direkt am Tisch stehen können, wollen wir verschiedene Angebote machen, welche sie auf ihrem Weg weiter bringen. Daher dieser Blog (Was?).

Merkwürdig / Des Merkens würdig

Mit diesem ersten Blogbeitrag wollte ich euch einen Einblick gewähren warum wir hier bei TeTaKo tun was wir tun und euch ein Gefühl dafür geben welchen Sinn dieser Blog ergibt. Dabei haben wir den Goldenen Kreis von Simon Sinek, mit seinen drei Fragen beleuchet und die besondere Bedeutung der Sinnfrage für Begeisterung und Motivation im Tischtennis betont. Als Beispiel für eine mögliche Anwendung dieses Modells habe ich die Fragen Warum, Wie und Was für mich und das TeTaKo-Trainerteam beantwortet.

Damit wollte ich euch auch einen ersten Eindruck für die inhaltliche Ausrichtung dieses Blogs verschaffen. Ich würde gerne an dieser Stelle mit euch über Themen ins Gespräch kommen die uns eine mögliche Erweiterung unseres bisherigen Verständnisses von Tischtennis und Training erlauben.

Da Austausch von Ideen aus meiner Sicht besonders gewinnbringend ist, lasst bitte eure Gedanken, Meinungen, Erfahrungen und Empfindungen in Form von Kommentaren einfließen und äußert gerne Vorschläge für künftig abzuhandelnde Themen.

Ich hoffe es war etwas Merkwürdiges für euch dabei.

Bis dahin.

Gruß

Chris

P.S.: Wer sich intensiver mit Simon Sineks Modell beschaftigen möchte findet HIER den Link zu seinem Buch auf Google-Books. Und wer mehr auf bewegte Bilder steht kann sich HIER das Ganze nochmal von Simon auf Youtube erklären lassen.

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